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Sportjournalismus

Grimme Online Award an Blogger Weinreich

Der deutsche Investigativ-Sportjournalist Jens Weinreich, der vor allem durch seinen Rechtsstreit mit DFB-Präsident Theo Zwanziger einer breiten Öffentlichkeit bekannte wurde, wurde mit dem Grimme Online Award 2009 in der Kategorie “Information” ausgezeichnet.

Der 44-Jährige, der den Preis für seinen Blog ”don’t mix politics with games” bekam, bedankte sich dafür, dass in seiner Laudation der DFB nicht erwähnt wurde.

Jens Weinreich - Der einsame Investigative

intro:

Sie sind selten. Nein, eigentlich gibt es nur einen wie ihn. Jens Weinreich ist Sportjournalist und dennoch arbeitet er investigativ und steht für Qualitätsjournalismus erster Güte.

Blog
Hintergrund:

Die Journalisten werden weniger, die PR nimmt Überhand. Es ist bequem, sich Informationen aufbereiten zu lassen, ihrer Aufgabe als vierte Gewalt im Staat entziehen sich Journalisten immer mehr. Besonders die Sportjournaille ist davon betroffen, doch es gibt noch Hoffnung. Der Deutsche Jens Weinreich hat sich nämlich auch dem Sportjournalismus verschrieben und hält seinen Berufsethos hoch.

“Sein Werk”, so heißt es auf Wikipedia, “unterscheidet sich deutlich von der üblichen Berichterstattung. Im Fokus stehen insbesondere sportpolitische Themen sowie der Umgang von Sport und Politik mit Korruption, Doping und Vermarktungsfragen.” Tatsächlich hat sich Weinreich, auch in seinem eigenem Blog, einen nahezu einzigartigen Namen gemacht.

Erstmals einer breiten Öffentlichkeit bekannt, wurde der gebürtige Sachse durch eine Auseinandersetzung mit dem Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Weinreich nannte diesen im Juli 2008 einen “unglaublichen Demagogen”. Der DFB versuchte mit einer Unterlassungsklage gegen Weinreich vorzugehen. Ein wochenlanger Rechtsstreit folgte, Weinreich musste schließlich ob der hohen Verfahrenskosten zu einem Spendenaufruf über sein Blog aufrufen.

Weinreich beendet Rechtsstreit mit Zwanziger

Der Rechtsstreit zwischen Jens Weinreich und DFB-Präsident Theo Zwanziger ist beendet. Ein wochenlang andauernder Streit nimmt damit ein unspektakuläres, aber notwendiges Ende, wie Weinreich in seinem Blog schreibt: “Auch die letzte erfolgreiche Verhandlung in Frankfurt hat mich drei Tage Arbeitszeit gekostet und Kraft und Nerven und Geld.”

Der Rest, der insgesamt knapp 22.000 Euro umfassenden Spendengelder, um die Weinreich zur finanzieller Unterstützung des kostspieligen Prozesses per Aufruf über seinen Blog bat, möchte er spenden.

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